Save the Cheerleader. Save the World.

24. April 2008 von Tobias "adenoid" Müller

Ein Drama in 2 Akten:

Vorhang wird gerafft. Dunkelheit auf der Bühne. Ein Mann betritt die Szene, Licht geht an, Hauptdarsteller wird erkennbar. Adenoid wirkt aufgebracht.

Adenoid (schnaufend): Erstmal vorweg. (Adenoid gestikuliert heftig mit seinen Händen. Das Gesicht vor Wut und Ekel verzerrt.) Gisele… wahrhaftig… Wenn diese Augenringebehaftete, ätzende, plärrende Hassgöre nicht alsbald! aus dem LineUp von Germany’s Next Topmodel verschwindet oder mit den Füßen voran aus dem Raum getragen wird, verliert Pro7 einen ehrbaren und beeinflussbaren 22 jährigen halbwegs liquiden Single in der Ausbildung mit Technik- und Tittenaffinität! Dann können die sich ihre Werbeeinnahmen aber gehörig mal… (Adenoids Stimme überschlägt sich) sonst… wohin stecken! ICH BIN DIE ZIELGRUPPE, BEFOLGT MEINE WEISUNGEN!

Adenoid fliegt durch das Publikum und explodiert.

Ende erster Akt. Zweiten gibt es nicht.

HeroesIch guck ja eigentlich kein Fernsehn… hehe. Aber ich kann die zweite Staffel von Heroes kaum erwarten. (HEEEERBST D:) Ich hab die erste Staffel von meinem Bruder bekommen, weil ich die Folgen arbeitsbedingt nicht im Fernsehn gucken konnte. Da er total begeistert war und das Serienfinale im Fernsehn in seiner WG in Münster ein Großereignis war, zudem die halbe Stadt gekommen ist, dachte ich mir: “Schlecht kanns ja nicht sein”. Ich war ja aufgrund einiger Sachen, wie den anfangs etwas albern anmutenden Hiro Nakamura oder der etwas zu perfekten Cheerleaderin, etwas skeptisch, ob die Serie auf Dauer unterhalten kann… und ab der vierten oder fünften Folge ist man besessen von diesen vielschichtigen Charakteren und der genialen Story, die sich nach und nach immer weiter entfaltet. Es kommt soweit, dass Hiro hinterher einer der interessantesten Charaktere ist und verdammt große Sympathie erntet.

Eine kleine Einführung:

Die Serie handelt von Menschen (den „Heroes“, auf deutsch „Helden“), die unabhängig voneinander entdecken, dass sie außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen. Auch ihre Nachkommen verfügen über besondere Kräfte, die sich jedoch von denen ihrer Eltern unterscheiden. So gibt es die Brüder Petrelli aus New York, von denen Nathan fliegen kann und Peter durch seine empathischen Fähigkeiten alle Kräfte, mit denen er in Berührung kommt, kopieren und sich zu eigen machen kann. Die Cheerleaderin Claire stellt fest, dass sie über Selbstheilungskräfte verfügt, und ein junger japanischer Angestellter entwickelt die Fähigkeit, Raum und Zeit zu beeinflussen.

Neben einer mächtigen Gruppierung, die zunächst im Verborgenen bleibt, interessiert sich Mohinder Suresh, ein junger indischer Genetikdoktor, dessen Vater (ein Genetikprofessor) eine Theorie über die „Heroes“ aufgestellt hat, für die außergewöhnlichen Menschen. Beide Parteien geraten schnell aneinander. Die Motive der mächtigen Gruppierung mit der diffusen Bezeichnung „die Firma“ bleiben aber vorerst unklar. Sie scheint nicht einmal vor Mord zurückzuschrecken und verfügt über große Ressourcen sowie über Helfer, die ebenfalls über außergewöhnliche Kräfte verfügen. Ein weiterer Konflikt entsteht durch den Uhrmacher Sylar, der auf der Jagd nach den „Heroes“ ist, um sie zu töten und ihre Kräfte zu übernehmen.

Alle Charaktere versuchen, ihre Eigenschaften zu verstehen und zu beherrschen, was einigen Charakteren, insbesondere Peter Petrelli, nicht leicht fällt. Eine Prophezeiung Isaac Mendez’, der in der Lage ist, die Zukunft zu zeichnen, besagt, dass eine gigantische Explosion New York vernichten wird. Im Lauf der Serie wird die Verhinderung dieses Ereignisses zum allgemeinen Ziel: „Save the cheerleader, save the world!“ (auf deutsch: Rette die Cheerleaderin, rette die Welt!)

hiro Solche Serienformate gibt es selten. Und ich habe mich während des unermüdlichen und unaufhörilichen Aufsaugens der 23 Folgen gefragt, wie zur Hölle es die normalen Fernsehzuschauer ausgehalten haben, jedes mal EINE WOCHE zu warten, wenn die letzte Folge mit einem Cliffhanger aufwartet, der in der Serien und Filmlandschaft seinesgleichen sucht? Und ab der Hälfte der ersten Staffel hört fast jede Folge mit einem gigantischen Cliffhanger auf. Vielleicht merkt ihr es schon… Heroes ist für den hartgesottenen TV-noid ein Gott der amerikanischen Serien und teilt sich mit Lost den Platz auf dem schemenhaften Mystery-Thron. Bis zum Herbst werde ich jetzt erstmal die zahlreichen Comicstrips durchblättern, die es auf der offiziellen Heroes-Website zu sehen gibt. Herbst… oh Gott oh Gott oh Gott…

5dukes Volle 5 Dukes. Gabs das schonmal? Hab ich schonmal 5/5 Dukes gegeben? Naja… zu Recht!

2 Reaktionen zu “Save the Cheerleader. Save the World.”

  1. Caroline "Hardcora" Burkert

    Tittenaffinität.

  2. Sven "Strayer" Grunewaldt

    Ach kacke, ich muss das endlich weiter gucken :/

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